Bürgerinitiative quer min 03

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Unsere Bilanz

Ja liebe Freunde,
 
zum Ausklang des Jahres möchte ich hier einmal Bilanz ziehen und auf die 4 jährige Arbeit unserer Bürgerinitiative zurück blicken. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und haben für ein gemeinsames Ziel gekämpft. Dabei hat jedes Mitglied unserer BI sofort instinktiv seine Rolle gefunden, sei es Schriftführer, Pressekontakte pflegen, Webseite erstellen, Interviews geben, Fakten recherchieren, eigene Verkehrszählung durchführen, Vorträge halten, Behörden Kontaktieren usw. usw.
Wir habe ein tolles Team aufgebaut und sind über die Jahre gute Freunde geworden, die den Kontakt jetzt mit Freigabe der ersten Brückenhälfte ganz sicher nicht verlieren werden.
 
Hier habe ich Euch mal ein paar Fakten in einem Rückblick zusammen gestellt.
Viel Spass
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„Seit dem 2. Dezember 2021…“ so fingen die meisten Berichte zur Sperrung der Talbrücke Rahmede an. Die Geschichte unserer Bürgerinitiative A45 Lüdenscheid ist allerdings ca. 3 Monate kürzer.
Durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke am 2.12.2021 hat sich in der Bevölkerung schnell großer Unmut breit gemacht. Man hatte politisch offenbar keinen Plan, wie man jetzt handeln sollte. Die Sperrung einer gesamten Autobahn war bis dato in der deutschen Geschichte noch nicht vorgekommen.
Nachdem sich die Politik in den ersten Monaten gefühlt ausschließlich um Fleder- und Haselmaus gekümmert hat. hat sich dann am 24.05.2022 die Bürgerinitiative A45 gegründet. In der Anfangsphase unserer BI war der Zuspruch so groß, dass zeitweise über 30 Personen bei unseren Sitzungen anwesend waren. In einer solch großen Gruppe ist konstruktives Arbeiten allerdings kaum möglich, so dass wir sie Zahl der Teilnehmer sukzessive auf 16 bzw. aktuell 12 Mitglieder reduziert haben.
 
Im Jahr 2022 haben wir 4 Demonstrationen für ein Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid abgehalten – die erste Demo Anfang Mai 2022 - noch vor unserer offiziellen Gründung. An diesen Demos beteiligten sich jeweils zwischen 200 und 400 Menschen. Die mediale Aufmerksamkeit war enorm und überregional. Radio-und Fernsehsender berichteten neben den Printmedien ausführlich.
 
Beim Verkehrsausschuss NRW Ende 2022 im Kreishaus Lüdenscheid konnten Martin Krings und ich im Namen unserer Bürgerinitiative erneut detailliert auf die Probleme der Region hinweisen und abermals direkt Forderungen u.A. zum Durchfahrtsverbot stellen. Unsere Teilnahme am Verkehrsausschuss war rückblickend gesehen sicher mit entscheidend für die weiteren politischen Beschleunigungen um die Talbrücke. Die Probleme der Region waren damit endgültig in der Politik angekommen.
 
Unsere konstante Präsenz über einen sehr langen Zeitraum in den Printmedien, Rundfunk und Fernsehen – teils sogar in benachbarten Europäischen Ländern - hat die Probleme der Region immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und Radio- und Fernsehanstalten regelmäßig zu Sondersendungen bzw. Dokumentationen veranlasst.
Wir hatten Leserbriefe zu den Themen Durchfahrtsverbot, Umbenennung der Talbrücke Rahmede, Verkehrszählungen, Umwelt-und Gesundheitsbelastungen, Sanierung der heimischen Infrastruktur, Belastung der Anwohner etc.
Auch mediale Auseinandersetzungen mit dem Bürgermeister hat es gegeben, was zusätzlich zu öffentlichen Diskussionen führte.
 
Diese Medienpräsenz hat den Druck auf die Stadtverwaltung zur Umsetzung unserer Forderungen deutlich erhöht. Schließlich wurde das Durchfahrtsverbot dann endlich am 10.Juni 2023 (18 Monate nach der Sperrung) durch Bürgermeister Wagemeyer erlassen. Dieses Verbot war somit eine direkte Folge unserer öffentlichen und medial begleiteten Forderungen.
Zählungen zufolge verringerte sich allein das LKW Aufkommen an den Umleitungen durch das Durchfahrtsverbot in der Folge von täglich gut 6000 LKW auf 3400 LKW pro Tag (und Nacht).
Hochrechnungen zufolge haben in den 4 Jahren der Sperrung bis zu 7 Millionen LKW die Umleitungen befahren.
 
Unser Engagement beschränkte sich allerdings nicht nur auf Lüdenscheid, sondern beinhaltete ausdrücklich auch das Volmetal, das ebenfalls durch Verlagerungseffekte massiv belastet wurde. Neben der Demo in Brügge haben wir im Sep. 2023 auch eine Demo in Kierspe für ein dortiges Durchfahrtsverbot begleitet.
 
Da das reale Verkehrsaufkommen an den Umleitungen sehr lange nicht eindeutig ermittelt wurde, führte unsere Bürgerinitiative A45 eigene Verkehrszählungen durch. Diese Zählungen sorgten für enormes öffentliches Interesse und mediale Aufmerksamkeit, weil sie die Fakten bezüglich der Zählungen durch die Stadtverwaltung völlig anders bewertete. In der Folge unserer Zählungen wurden die Kontrollen an den Umleitungen deutlich verstärkt – ein Erfolg unserer BI.
 
Durch zahlreiche Einladungen zu Spitzentreffen mit Vertretern der Staatskanzlei und der Autobahn GmbH waren wir ebenfalls regelmäßig in der Lage unsere Forderungen direkt zu stellen. Hier sind wir Bürgermeister Wagemeyer sehr dankbar. Er und das Team Brückenbauer haben uns immer aktiv am politischen Diskurs teilnehmen lassen. So wurden unsere Anregungen, Vorschläge und Probleme bei allen wichtigen Stellen gehört.
Die Politik merkte schnell, wie stark unsere Bürgerinitiative ist und dass ohne ein Zugehen zu ihr viel Widerstand droht.
So hatten wir in der Folge u.A. Gespräche mit Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesverkehrsminister Volker Wissing, SPD Parteichef Rolf Mützenich, Europaparlamentsmitglied Dr. Peter Liese (CDU), Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) und dem damaligen Kanzlerkandidaten Friedrich Merz. Weiterhin hatten wir engen Kontakt zu zahlreichen Bundes- und Landtagsabgeordneten wie Florian Müller (CDU) Nezahat Baradari (SPD) Gordan Dudas (SPD) Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (SPD) und ein intensives Gespräch mit Landrat Marco Voge (CDU) zum Thema Durchfahrtsverbot.
Unsere Vorschläge haben wir auch bei etlichen Sitzungen und diversen Anregungen im Lüdenscheider Rat vorgetragen.
 
Eine geplante Umbenennung der Talbrücke Rahmede im Frühjahr 2024 haben wir durch eine lang anhaltende öffentliche Diskussion und eine eindeutig klare öffentliche Abstimmung verhindern können. Die Erinnerung an diese heimische Tragödie der Sperrung einer kompletten Autobahn durfte unserer Meinung nach nicht durch die Umbenennung der Talbrücke Rahmede in Vergessenheit geraten. Das haben wir durch unsere öffentlich angestoßene Diskussion erreicht. Die Brücke wird auch weiterhin „Talbrücke Rahmede“ heißen – ein weiterer klarer Erfolg unserer Bürgerinitiative A45.
 
Wir haben aber nicht nur diverse Minister persönlich angeschrieben und den Kontakt zur Politischen Ebene gesucht, sondern haben auch versucht, betroffene Bürger mit Politikern in den Austausch zu bringen.
Zwei durch uns veranstaltete Bürgergespräche mit Bundes- und Landtagspolitikern und betroffenen Bürgern und Unternehmern haben den Meinungsaustausch zwischen Politik und Bürgern deutlich verbessert. Beide Treffen wurden sehr gut angenommen und waren mit jeweils gut 100 Menschen voll besucht.
 
Die Sperrung der Talbrücke hat allerdings nicht nur wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Auch die Gesundheit der Bürger ist hier auf lange Zeit massiv und teils irreversibel geschädigt worden. Unser Mitglied Dr. Walter Wortberg ist anerkannter Umweltarzt und Sachbuchautor mit jahrzehntelanger Erfahrung auf dem Gebiet Umweltbelastungen. Er hat mit Reden im Lüdenscheider Rat, öffentlichen Vorträgen und seinen Kontakten zur LANUV und der kassenärztlichen Vereinigung immer wieder auf diese Probleme hingewiesen und mit Beharrlichkeit sofortige Abhilfe und eine Gesundheitsstudie gefordert. Diesbezüglich hatte Dr. Wortberg zahllose Schriftwechsel mit Instituten, Behörden, Medien und Politikern…
Unsere öffentliche Arbeit wird dokumentiert und erfolgte in all den Jahren über unsere Webseite, Facebook und öffentliche Medien.
Im März 2024 spendeten wir im Rahmen des Neujahrsempfangs den Geldpreis des Bürgermeisters für unser Engagement für die heimischen Bürger an die Tafeln Lüdenscheid.
Zur Information über unsere Arbeit haben wir einen Info-Flyer erstellt, welchen wir bei allen Veranstaltungen verteilt haben.
Wir haben uns durchgehend seit Gründung unserer BI bis Anfang 2025 einmal wöchentlich zur Sitzung getroffen und aktuelle Probleme diskutiert und uns so in all den Jahren für die Menschen in der Region und die heimischen Unternehmen engagiert.
 
 
Die Arbeit unserer Bürgerinitiative A45 hat maßgeblich zum Informationsaustausch zwischen Bürgern und Politik beigetragen und hat gleichfalls dazu beigetragen, die Vorgänge um den Neubau der Talbrücke Rahmede deutlich zu beschleunigen.
Aus ursprünglich 5 angesetzten Jahren für den Neubau der Brücke sind auch durch unsere Arbeit letztlich 4 Jahre geworden.
 
Heiko Schürfeld
Sprecher der Bürgerinitiative A45 Lüdenscheid
 
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