Tja liebe Freunde,
unsere Bürgerinitiative war heute mit vier Mitgliedern bei der Stahlhochzeit anwesend. Ich muss vorab zu sagen: heute war weniger eine Hochzeit als mehr ein Polterabend. Dr. Worthberg, Martin, Thomas und ich wurden mit den anderen Teilnehmern um 13:45 Uhr mit einem Shuttlebus an der Bahnhofsallee abgeholt und zum Widerlager Nord der neuen Talbrücke Rahmende gefahren. Dort angekommen gab es zu unserer Überraschung sogar ein Shakehand mit Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und den Vertretern der Autobahn GmbH, von Straßen NRW und diversen anderen Kommunalpolitikern. Auch die Bürgermeister der Nachbarkommunen waren größtenteils anwesend. Nach einer kurzen Besichtigung des Widerlagers Nord konnten wir dann von einer Anhöhe sehr schöne Fotos der Brücke machen. Danach konnten wir uns auf einer der Baustraßen unter einem Pavillon mit Kaffee und Kuchen ein wenig stärken. Zahlreiche Pressevertreter des Fernsehens und der Printmedien waren ebenfalls anwesend.
Gegen 14:15 Uhr hat Verkehrsminister Wissing dann vor den versammelten Leuten eine Rede gehalten. Hier stellte er den Fall der Talbrücke Rahmende als absoluten Präzedenzfall dar, mit dessen späterem Umgang eine Blaupause für künftige Infrastrukturprojekte geschaffen werden könnte. Alle Beteiligten Redner lobten die gute Zusammenarbeit und den schnellen Fortschritt der Arbeiten. Am Schluss der vier Reden stellte sich dann heraus dass die finale Zusammenführung der beiden Brückenteile am heutigen Tage dann doch nicht stattfinden kann. Die eigentliche Stahlhochzeit, die Zusammenführung der beiden Brückenteile findet morgen im Verlaufe des frühen Abends statt.
Nach dem offiziellen Teil an der Brücke fuhren wir dann mit dem Bus gegen 16:45 Uhr wieder zurück in die Bahnhofsallee und Martin und ich waren danach noch zum Spitzengespräch in der Phänomenta eingeladen. Hier stellte Frau Sauerwein-Bracksiek in einer sehr ausführlichen Präsentation noch einmal die Schritte dar, die seit der Sperrung der alten Talbrücke Rahmende vorgenommen wurden. Der Bürgermeister und diverse andere Redner stellten auch noch andere Projekte vor unter anderem Sanierungsprojekte für die heimische Infrastruktur.
Trotz meines umfangreichen Fragenkataloges konnte ich im Nachgang leider nur zwei Fragen beantwortet bekommen. Zum einen habe ich auf die dringende Reparatur der Umleitungsstrecke Altenaer Straße und im Grund hingewiesen. Der extrem schlechte Zustand der Straße wirkt sich meines Erachtens nach auch mittlerweile auf die Kanalisation aus. Ich habe die Dringlichkeit der Reparaturen betont und die Verkehrsgefährdung und die Lärmbelastung durch die Schlaglöcher und Senklöcher deutlich herausgestellt. Eine umfangreiche Reparatur (nicht Sanierung) der Bedarfsumleitung ist für Sommer dieses Jahres angesetzt.
Zusätzlich habe ich die Autobahn GmbH auch gefragt ob weitere finanzielle Entschädigungen der Anwohner vorgesehen seien. In einem speziellen Fall sind zwei durch die Sprengung zerborstene Fenster eines Anwohners bis heute nicht ersetzt worden.
Alles in allem fand ich diese Veranstaltung sehr informativ und durch die detaillierten Ausführungen der einzelnen Redner habe ich das Gefühl bekommen dass die Dringlichkeit einer Sanierung der heimischen Infrastruktur mittlerweile in der Politik angekommen ist. Verkehrsminister Dr. Wissing und auch Frau Sauerwein-Braksiek von der Autobahn GmbH haben indirekt bestätigt dass die Freigabe der ersten Fahrbahn der neuen Talbrücke Rahmende wesentlich früher stattfinden wird als der ursprünglich angesetzte Termin Juni 2026. Man sprach für eine Freigabe der ersten Fahrbahn der neuen Talbrücke Rahmede vom Frühjahr nächsten Jahres.
Nach der Sitzung haben Martin und ich uns noch mit Mettwurst, Frikadellen und Cola gestärkt. Schnittchen hat es bei der gesamten Veranstaltung dieses Mal leider nicht gegeben 

Euer
Heiko Schürfeld
Sprecher der Bürgerinitiative A45
Lüdenscheid


